Monatliche Archive: November 2011


Erfolgreicher Generalangriff aufs Zwerchfell

Erfolgreicher Generalangriff aufs Zwerchfell
Premiere wie aus dem Bilderbuch – Ausverkauftes Haus bei „Der ledige Bauplatz“ Gut zweieinhalb Stunden Generalangriff auf die Zwerchfelle der Zuschauer, offener Szenenapplaus und am Ende ein restlos begeistertes Publikum, das gar nicht mehr aufhören wollte zu klatschen: Das ist die Bilanz des Bauernschwanks „Der ledige Bauplatz“, der am Samstag bei der Theatergruppe Sarching Premiere hatte. Den Akteuren um Regisseur Werner Heller ist mit der turbulenten Komödie ein neuer Höhepunkt geglückt und sie lieferten eine Premiere wie im Bilderbuch. Ein wahres komödiantisches Feuerwerk entzündete die Theatergruppe Sarching am Wochenende bei ihrer Premiere des Lustspiels „Der ledige Bauplatz“. Mit viel schauspielerischem Talent, lustigen und würzigen Dialogen, natürlich in deftigem Bayerisch, begeisterten die Laiendarsteller ihr Publikum und starteten im ausverkauften Vereinsheim einen Generalangriff auf das Zwerchfell. Für ihre hervorragende Leistung ernteten die Akteure immer wieder wahre Lachsalven und Zwischenapplaus. Unter der Leitung von Mathilde und Josef Jagenlauf und der Regie von Werner Heller liefen die Sarchinger Akteure zur Höchstform auf, was die Zuschauer mit tosendem Applaus belohnten.

Schmissige Komödie
Dass während der Posse bei einer Rauferei Blut floss, für die Ganzkörperreinigung von Tante Berta voller Körpereinsatz nötig war, ein patschnasser Waschlappen mitten im Publikum landete, ein Aushilfspfarrer statt eines Mietvertrages einen unwiderruflichen Eheverpflichtungsvertrag unterzeichnet, ein gestandener Metzgermeister kurzerhand zur Haremsdame umfunktioniert wird um den Ölscheich „Abdul el Aral, Esso“ zu bezirzen, waren nur einige der Gags, die bei der schmissigen Bauernkomödie geboten wurden und den Zuschauern die Lachtränen in die Augen trieb.
Die Familien von Karl-Otto Hufnagel (Ernst Heller) und Hugo Koch (Helmut Raith) haben ein großes Problem – ihre ledige Tante Berta (Karin Eggl). Laut Testament ihres Vaters muss eine der beiden Schwestern (Mathilde Jagenlauf und Rita Murr) Berta so lange bei sich im Haus behalten, bis diese einen Mann gefunden hat. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Berta liebt Bier, Schnaps und Zigarren mehr als Wasser, Seife oder gar Arbeit. Und Männer sind für Berta sowieso nur ein lästiges Übel. Nach zähen und mit schlagkräftigen Argumenten geführten Verhandlungen fasst die Verwandtschaft schließlich den Entschluss, die Sache endgültig zu regeln und Berta anhand einer Annonce an den Mann zu bringen. Und da mit Berta nun wirklich kein Staat zu machen ist, gibt es als Mitgift einen Bauplatz. Bauplatz mit Braut. Der Bauplatz zieht und bald melden sich die ersten Interessenten, wie Helmut Birnstengel (Robert Bischoff). Die Brautschau läuft nicht ohne Probleme, Verwicklungen und Verwechslungen ab, was vor allem der neue Aushilfspfarrer (Werner Heller) zu spüren bekommt. Als Nachbar Franz (Markus Heller) auf dem Bauplatz eine Ölquelle entdeckt und Berta auch noch im Lotto gewinnt, ist guter Rat teuer. Karl- Otto und Hugo versuchen alles, um die „liebe Berta“ und ihr „schönes Geld“ zu halten, dabei läuft die Verwandtschaft zur Hochform auf und versucht, mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln, zu retten, was zu retten ist. Für diese Vorstellung wurde das gesamte Team, einschließlich Petra Doblinger und Karin Froschhammer (Maske) sowie Astrid Walig (Souffleuse), Günther Schmid (Ton), Mathias Stein (Technik) und Josef Jagenlauf (Bühnenaufbau) mit Beifall überschüttet.
© Christine Kroschinski – Donaupost